Mitschuld und Kollaboration? Die Debatte um Judenräte in Nachkriegsdeutschland.

Vortrag mit Philipp Dinkelaker

19. November 2015, 19 Uhr, Hörsaal 8


 

Im Zuge der Besatzung Polens während des zweiten Weltkrieges, ernannten Gestapo und SS sogenannte Judenräte, die mit der Durchsetzung antisemitischer Verordnungen und Maßnahmen beauftragt wurden. Die unter Zwang geschaffenen Räte, die als Verwaltungsebene zwischen Besatzung und jüdischer Bevölkerung fungierten, bestanden oft aus Rabbinern oder anderen einflussreichen Personen in den Gemeinden. In Folge dieser aufgezwungenen Kollaboration hinsichtlich der Organisation im Ghetto kamen nach Kriegsende Fragen nach der „Mitschuld“ auf. Der Vortrag wird dabei auf die innerjüdisch-deutsche, sowie die nicht-jüdisch-deutsche Auseinandersetzung mit diesem Problem eingehen.

Philipp Dinkelaker, M.A. und freischaffender Künstler, studierte Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Berlin. Seine Abschlussarbeit „Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße im Rahmen der ›Judendeportationen‹“ wird demnächst im Metropol-Verlag veröffentlicht. Seit Mitte 2015 arbeitet er an einer Dissertation zu Ehrengerichts- und Strafverfahren gegen Überlebende der Shoah in Nachkriegsdeutschland. Er engagiert sich zudem im Arbeitskreis „Fragt uns, wir sind die Letzten“, der seit 2010 jährlich eine Broschüre herausgibt, die kommentierte Interviews mit NS-Verfolgten enthält.

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